ACHTUNG!
Diese Anleitung soll nicht die Gehirnfunktionen der sie Befolgenden ersetzen.
Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Korrektheit!

Falls Euch das sackteure Handy zum offenen Fenster rausfliegt, Ihr etwas abbrecht, Leitungen kurzschließt, Ihr Euch verletzt, oder irgendwas kaputt macht:

Ich bin nicht Schuld daran!
Jeder sollte selber wissen, was er kann und was er besser sein lassen sollte.
Anleitung des Herstellers lesen!

 

 


E D I T !
Nach einigen Monaten zog sich das dünne Alublech beim Öffnen der Halteklammer immer wieder aus dem Spalt des Lüftungsgitters. Für ein 5,5" Smartphone muss man die Halterrung sehr weit aufbiegen, was nicht ohne hohe vertikale Zugkräfte an dem Blech funktioniert. Entweder Ihr fertigt die Halterung aus Stahlblech oder Ihr macht es wie ich: Entnervt klebte ich die Halterung auf dem Armaturenbrett fest. Ich hatte bereits vor Jahren mit Pattex Extrem eine GPS-Antenne auf dem Armaturenbrett befestigt. Das hielt bombig, liess sich aber auch mit etwas Kraft rückstands- und beschädigungsfrei wieder lösen.

Ich habe den Klebstoff schlicht auf das Klebepad auf der Unterseite der Halterung geschmiert und diese dann vorsichtig positioniert und so ausgerichtet, dass sie vor allem mit der Vorderseite eine gute und flächige Verbindung zum Untergrund hat. Das hält nun einwandfrei und auch bei deutlichen Minustemperaturen.

Warnung: Das funktioniert natürlich nur bei nicht-lackierten Armaturenträgern aus Vollkunststoff! Günstige Kleinst-/Kleinwagen oder kleine SUVs wie der Suzuki Vitara sollten auch heute noch solche einfachen Innenausstattungen haben.




Nicht auf jedem Armaturenbrett halten die selbsthaftenden Anti-Rutsch-Pads, welche oft unter Universal-Handyhalterungen zu finden sind. Abhilfe ist aber nur eine Sache von fünf Minuten und wenigen Euro. Mit diesem billigen Trick könnt Ihr die üblichen "Klebepads", die Kleinteile halten sollen, befestigen. Aber auch ein Saugnapfhalter sollte so sicheren Halt finden.

Diese Anleitung kann man sicher für viele Fahrzeuge verwenden, denn die sind ja mehr oder weniger ähnlich aufgebaut.


Lastenheft

Bei der Position des Handys war mir folgendes wichtig:
- Sichtfeld nicht beeinträchtigt
- noch bedienbar (Navi)
- im Querformat

Die Befestigung sollte weder sichtbar sein, noch sollte sie eine Beschädigung des Fahrzeuges herbeiführen – Löcher zu bohren kommt bei mir aus Prinzip nicht in Frage.

Mein Lastenheft trifft auf alle werksseitig montierten Handyhalterungen zu, wie man sie in den meisten Kleinwagen finden kann.
Die Wahl für die Halterung fiel auf die "Spigen SGP 11359" – die ist mit einem Preis von knapp 16 Euro noch im Rahmen und bei Amazon erhältlich.


Problematik

Im alten Kia Picanto mit seinem genoppten und gewölbten Armaturenbrett haftete aber meine frische bestellte Handyhalterung nicht. Ja, das Lenovo K3 Note ist recht groß (höherer Schwerpunkt = höhere Hebelwirkung) und wiegt immerhin 145 Gramm. Klar, im normalen Fahrbetrieb war alles in Butter, aber in sehr schnell gefahrenen Ausfahrten flog das Handy samt Halterung gegen die A-Säule und von da aus direkt in den Fußraum. Das ist natürlich brandgefährlich, wenn etwas unter die Pedale rollt. Unhaltbarer Zustand!

Für den Hyundai Trajet hatte ich eine fahrzeugspezifische Halterung aus Metall, die man in Ritzen im Armaturenbrett schob. Die Idee gefiel mir gut, die wollte ich weiterentwickeln.


Benötigte Materialien

Zum Nachbauen benötigt Ihr folgende Dinge:

- 0,5mm Alublech aus dem Baumarkt (im Bauhaus z.B. ca. 75% billiger als im Toom)
- Gummi- oder Filzpads (Baumarkt oder 1-Euro-Läden wie Tedi)
- Aushebelwerkzeug o.ä. (im Fachhandel oder bei Amazon)
- Cuttermesser
- Metallwinkel
- Zollstock
- Tischkante oder Holzlatte zum biegen

werkzeug
(Werkzeug)


Arbeitsschritte

Wir entfernen zuerst den Luftausströmer auf dem Armaturenbrett. Dazu das passende Aushebelwerkzeug benutzen.

luftausströmer picanto
(Luftausströmer aushebeln)

Jetzt messen wir die Kante aus und schneiden uns ein Stück Alublech mit dem Cuttermesser und dem Metallwinkel passend aus. Einfach mehrfach anritzen und dann brechen. Das Blech sollte minimal breiter als das vorhandene Pad unter der Handyhalterung sein. Die Länge richten wir nach den örtlichen Gegebenheiten und der Wunschposition. Ich wollte, dass man nachher kein silbernes Metall auf dem Armaturenbrett mehr sehen kann.

Zum Schutz der Oberflächen habe ich die Unterseite mit einem großen Stück Filz beklebt.

schutz aus filz
(Schutz aus Filz)

schutz aus filz seitlich
(Seitenansicht)

handyhalterung picanto
(Handyhalterung vor dem Einbau)

Jetzt müsst Ihr etwas biegen und experimentieren, damit die Halterung auch gut in den Schlitz passt und alles nachher fest sitzt. Die Handyhalterung biegt sich an der Grundplatte leicht durch, sobald man ein dickes Handy einsteckt. Die dünne Aluplatte nimmt diese Biegung mit auf, so dass ein sicherer Halt des Adhäsions-Pads gewährt ist.

handyhalterung kia picanto
(Anpassen)

Jetzt clipsen wir den Luftausströmer wieder in den Armaturenträger. Wir achten darauf, dass er so fest einrastet, dass er sich nicht mehr lösen kann.

handyhalterung kia picanto
(Angepasste Handyhalterung)

handyhalterung von oben
(Nahaufnahme)

handyhalterung kia picanto
(Halterung fertig)

Die Spaltmasse sind natürlich nicht mehr so wie vorher, aber noch im Rahmen. Mir ist jedenfalls wichtiger, dass das Handy ordentlich hält und ich die Halterung nachher wieder rückstandsfrei entfernen kann. Natürlich könnt Ihr die Halterung auch festkleben, wenn Ihr das Pad vorher entfernt. Nötig ist dies nicht, da es auch so wirklich sehr stark auf dem glatten Alublech kleben bleibt.


Und jetzt?

Als Apps kann ich "Car Home Ultra", "Torque", und "Acodriver" empfehlen.
Car Home Ultra startet automatisch, wenn das Telefon sich (ebenfalls automatisch) mit dem Radio und dem Bluetooth ODBII-Dongle verbindet. Auf den selbst zu konfigurierenden "Kacheln" kann man dann seine wichtigsten Apps legen. Bei mir finden sich dort u.a. die Google-Sprachsuche, als Navigation Google Maps und Torque. Letzteres zeigt mir allerlei (Motor-)Daten aus dem Steuergerät an. Der Picanto ist in der Richtung sehr geschwätzig.

Diese Kombination ist in der Tat ein brauchbarer Ersatz für die üblichen Doppel-DIN-Android-Radios.

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