Hackintosh – Aufbau und Installation mit 10.11.3 El Capitan (oder anderem macOS).

Inhalt:
Haftungsausschluss
Universelle Anleitung?

Benötigte Dateien

Mein Hackintosh
Hardware

Andere Hardware finden

Wo kaufen?

Plattenbelegung


Wasserkühlung modifizieren

Board bestücken
Probelauf

Ozmosis-BIOS
Ozmosis flashen
Bootstick erstellen

OSX installieren

Trim aktivieren
SIP umgehen
NTFS-Schreibzugriff
Bitte schlafe!
Kexte installieren

Die Kür: NVRAM & SIP-Tool
PRAM-Reset

Andere OS installieren

Windows
Ubuntu

Bootloader

Danksagung



Haftungsausschluss:
Egal was Ihr macht, Ihr habt es gemacht – nicht ich, das ist ganz einfach. Diese Anleitung erhebt nicht den Anspruch auf Korrektheit und Vollständigkeit. Bei Arbeiten mit elektronischen Geräten immer ein Erdungsband tragen. Wenn Euch die Kiste abfackelt oder Ihr Daten verliert, trifft mich keine Schuld. Ich sage nicht: "So geht es!", ich sage nur: "So habe ich es gemacht!". Verliert Ihr irgendwelche Daten oder gekaufte Lizenzen, so ist das Euer Problem, denn...

Ein paar Worte zur Legalität: Da die Lizenzbedingungen vor dem Laden des Betriebssystemes im AppStore einsehbar sind und diese es ausdrücklich untersagen, macOS auf nicht-Apple-Hardware einzusetzen ("...install, use or run the Apple Software on any non-Apple-branded computer..."), ist die Frage beantwortet: Nein, man darf macOS nicht auf einem selbstgebauten PC einsetzen! Nö, auch nicht, wenn Du da ein Apple-Logo draufmalst. ;-)
Punkt.

Aber ich habe es doch legal geladen!
In einigen Foren wird scheinheilig darauf verwiesen, dass ein Download aus Apples AppStore "autorisiert", also quasi irgendwie legal, sei. Andere Quellen seien illegal, nur diese wären "Raubkopien". Das ist natürlich völliger Blödsinn. Nur weil Apple die Downloads z.B. im AppStore auf einem Hackintosh nicht verbietet, sind diese noch lange nicht legal. Und nein, es ist auch nicht irgendwie legal, nur weil Apple seine Betriebssysteme kostenlos anbietet. Der Witz (zum Geldverdienen) ist ja die Bindung an die eigene relativ teure – aber auch sehr hochwertige – Hardware.

Konsequenzen?
Ihr verstosst gegen die Lizenzbedingungen von Apple. Euer Hackintosh wird durch ein Systemupdate vielleicht eines Tages nicht mehr laufen. Euer Apple-Konto wird vielleicht gesperrt, vermutlich mit aller von Euch gekaufter Software. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass Apple (oder ein Abmahnanwalt) eine zivilrechtliche Klage einreichen wird. Der entstandene Schaden (bei einer unentgeldlich angebotnenen Software) ist einfach zu gering. Anders sähe es aus, wenn Ihr die Geräte quasi in Serie bauen würdet und sie dann verkaufen wolltet. Die Firma Psystar scheiterte (in den USA) damit.

Ist ein Hackintosh ein vollwertiger Mac-Ersatz?
Nein. Punkt.
Er benötigt immer etwas Pflege und Zuwendung. Nicht so schlimm wie bei einem Windows-System, aber nach einem Systemupdate kann es durchaus passieren, dass die Kiste nicht mehr läuft. Auch die Systemstabilität ist nicht mit der eines echten Macs vergleichbar. Der Knackpunkt eines Hackintoshs ist der Preis – und so verbaut man i.d.R. in seinem Rechner schlechtere Qualität als Apple. Für den produktiven Einsatz kann man ruhigen Gewissens keinen Hackintosh empfehlen. Kauft Euch dafür einen originalen Mac.

Voraussetzungen?
Die Anleitung richtet sich nicht an blutige Anfänger. Ihr solltet bereits ein Betriebssystem installiert und einen Rechner zusammengebaut haben.


Universelle Anleitung?
Diese Anleitung kannn man mit etwas gutem Willen auch für jedes andere kompatible Board und andere macOS benutzen. Dazu muss man schlicht die benötigten Kexte und ein passendes Ozmosis-BIOS finden.

DAS STEHT ABER ALLES HIER IM TEXT!
Ja, der ist lang! Aber lesen bildet!




Benötigte Dateien

Aktuelle macOS-Version
Bekommt man leider meist nur mit einem Mac (oder Hackintosh) aus dem Apple AppStore. Da aber eben auch kostenlos.

Wenn Ihr Windows oder Linux benutzt und auch eher dubiosen Quellen traut, dann könnt Ihr auch eine "untouched" Version von macOS aus der "Börse" laden. Inwieweit die aber "sicher" ist, sei mehr als dahingestellt.


Lion-Diskmaker
*klick*
Benötigt Ihr für die Erstellung eines funkltionierenden Boot-Sticks

Festplattendienstprogramm, Version 13
*klick*
Benötigt Ihr für das Mounten der EFI-Partition

Kext Utility
*klick*
Benötigt Ihr für die manuelle Installation der u.a. Kexte ("Treiber").

Beispiele für Boards, welche ich verwendet habe:

GA-Z97m-D3H
Ozmosis-BIOS aus dem Hackintosh-Forum
Paket mit Kexten (Hardwaredefinitionen) und einer DSDT (System-ACPI-Definition)

GA-Z97P-D3
Ozmosis-BIOS aus dem Hackintosh-Forum
Paket mit Kexten (Hardwaredefinitionen) und einer DSDT (System-ACPI-Definition)
Falls es Probleme mit den USB-Ports gibt, testet bitte die "FakePCIID_XHCIMux.kext" und die "FakePCIID.kext" aus dem GA-Z97m-D3H-Paket.



Mein Hackintosh sieht wie folgt aus:

Design:

Ein Hackintosh im Retro-Futuristik-Design à la Spaceodyssey, Mondbasis Alpha, Amiga 600 oder Cray.
Basis ist ein übertaktbarer i5 mit ausreichend Speicher.

corsair air

Diese Anleitung entstand im Oktober 2014 für einen Yosemite-Hackintosh. Zu dem Zeitpunkt war ein Z97-Board State-of-the-Art.
Für einen Neuaufbau eines Systemes würde ich natürlich heute nicht mehr diese "alte" Hardware einsetzen.

Das ist aber letztlich kein Problem, denn am prinzipiellen Aufbau und der Konfiguration ändert sich nichts, auch wenn Ihr aktuellere (oder ältere) Hardware benutzt. Einzig die passenden Kexte und das Ozmosis-BIOS müsst Ihr Euch im Netz suchen, falls irgendetwas nicht mit dem Ozmosis-BIOS OOTB funktioniert.

Ein Core-Prozessor der aktuellen Generation auf einem Mainboard von Gigabyte, für welches es ein Ozmosis gibt, ist natürlich immer die richtige Wahl.
Hier findet Ihr Ozmosis auch für aktuelle Gigabyte-Mainboards: Downloadcenter des Hackintosh-Forums

Warum Gigabyte?
Breite Auswahl an Ozmosis-BIOSen, gute Qualität und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Man kann auch eine andere Marke nehmen, ist klar.

Warum Ozmosis?
Weil es bequem ist und keinen Bootloader erfordert. Möchtest Du OSx86 aber auf einem Notebook installieren, wirst Du meistens um den Bootloader Clover nicht herumkommen. Griven aus dem Hackintosh-Forum hat darüber eine nette Anleitung geschrieben, die immer noch Gültigkeit hat:
Clover richtig installieren


Hier kommt zuerst der Hardware-Aufbau (m)eines Systems.

Hardware:

(Preise Stand November 2014)
Gigabyte GA-Z97M-D3H (ca. 85 EUR)
i5 4670K boxed (ca. 205 EUR)
Crucial Ballistix Sport 16 GB Kit 1600, CL9 (ca. 125 EUR)
Crucial MX100 256 GB SSD (ca. 90 EUR)
Corsair Air 240 (ca. 80 EUR)
BeQuiet 530W (hatte ich noch, damals ca. 80 EUR)
CoolerMaster Seidon 120V Wasserkühlung (ca. 40 EUR)
SATA-Kabel (ca. 4 EUR)
beliebige Wärmeleitpaste (da kann man auch eine Religion draus machen)
Kabelbinder

Gegebenenfalls:
Datenplatte(n) ab 3TB (Preis pro GB ist günstig)
Grafikkarte ab 4GB (falls keine 4k-Spiele interessant sind und nur ältere Titel in Frage kommen, auch mit weniger RAM. Aber für FullHD mindestens 2 GB RAM)
3x 12cm Lüfter
2x 8cm Lüfter

Ich hatte noch folgende Brocken eingebaut, die ich hier rumfliegen hatte:
NEC Firewire PCI-Karte (war noch vorhanden, für alten Camcorder)
Gigabyte Geforce GTX 460 OC (immer noch schneller als man denkt, reicht für GTA V locker bis 1680er Auflösung (da nur 1 GB RAM) aus)
PCI-TV-Karte mit Bt 878 (Konvertierung der alten Telespiele auf den Beamer)

Die TV-Karte läuft nicht unter OSX, der Rest funktioniert sofort und ohne spezielle Kexte OOTB.
Läuft die Firewire-Karte nicht? In Windows oder Linux booten, Camcorder anschliessen und wieder zurück in macOS --> läuft wieder (warum auch immer).
Die Grafikkarten von Nvidia der 4er-Serie laufen nicht mehr ohne weiteres unter macOS Sierra (10.12.x). Abhilfe: Nvidia-inject disable und die "Webdriver" direkt von Nvidia installieren. Beachtet bitte, dass Ihr auch nicht das Ozmosis-BIOS mit Sierra-Unterstützung flasht, wenn Ihr ElCapitain benutzt, denn dieses deaktiviert auch die Nv4xx-Grafikkarten.

Diese Hardware ist zu alt? Kein Problem!


Passende Hardware finden

Generell sollte das Mainboard Ozmosis-Unterstützung bieten. Dazu werfen wir einen Blick in die Ozmosis-Section des Hackintosh-Forums:
Ozmosis-Center
Findet Ihr dort ein Ozmosis-BIOS für Euer Wunschboard? Perfekt!

In diesem Forum findet Ihr auch eine Art Hardware-Kompatibilitätsliste:
http://www.hackintosh-forum.de/index.php/Board/71/?page=Board&boardID=71

Eine andere gute Anlaufstelle für kompatible Hardware ist immer der TonyMacx86 mit seinem stets aktuellen Buyer's Guide:
https://www.tonymacx86.com/buyersguide/january/2017
Im Link kann man immer das passende Datum eintragen, als Beispiel:
https://www.tonymacx86.com/buyersguide/january/2016
oder
https://www.tonymacx86.com/buyersguide/january/2014


Wo kaufen?

Artikel bei Geizhals.de auf die Wunschliste setzen, dann den günstigsten Preis bei einem Händler für Lagerware anzeigen lassen. Achtung: Viele Shops nehmen teils horrende Gebühren für Bezahlungen via Sofortüberweisung, Kreditkarte oder PayPal. Schnellste und billigste Versandmöglichkeit ist dann tatsächlich per Nachnahme.

Werbung



Plattenbelegung

OSX, Ubuntu/Elementary und Windows sollen auf die System-SSD.

Warum OSx86?
Logisch, zum ernsthaften arbeiten und zum spielen von aktuellen Blockbustern

Warum nocheinmal ein OSx86?
Als Notfallsystem, falls das Hauptsystem nicht booten sollte kann man das System damit wieder reparieren. Auf einem Hackintosh eine gute Absicherung. Ist halt kein echter Mac. Mir persönlich reicht die Recovery HD von OSX, aber für Anfänger ist ein komplettes System für Dateioperationen mit der GUI doch ganz nett.

Warum Ubuntu/Elementary?
Der sichere Hafen. Auf einem Hackintosh mehr als praktisch. Falls es mit OSx86 zu seltsamen Effekten kommt, kann man mit Linux die Stabilität der Hardware testen. Das System ist sauber, stabil und bringt alles mit, was man zum Arbeiten braucht. Damit kann ich auf alle anderen Filesysteme OOTB zugreifen. Das ideale und stabilste Backupsystem, wenn gar nichts mehr geht.

Warum Windows?
Zum spielen der ganzen Low-Budget-Titel. Es gibt durchaus für 6 bis 10 EUR ältere Spiele, die es wert sind gespielt zu werden und von denen die Mac-Version aus unerfindlichen Gründen teurer ist.
Von den ganzen Indy-Titeln gibt es zudem oft nur Windows-Versionen.

Ich habe meine 480 GB SSD wie folgt partitioniert:
1. EFI 0,2 GB
2. Ubuntu 14.04 System 20 GB
3. Home 300 GB
4. Ubuntu Swap 16 GB
5. OSX 10.11 60 GB
6. OS X Recovery 0,65 GB
7. Windows 10: 50 GB
8. Windows Recovery: 0,5 GB
9. Windows Bootmanager: 0,16 GB

Die Partitionierung macht Ihr am besten nach der Installation von OSX.

Praktisch wäre nun noch eine große Platte, ein Datengrab. Ich habe eine 3TB-HDD im Rechner. Auf dieser könnt Ihr mehrere Partitione anlegen. Für Spiele, persönliche Daten und Medien.


Rechner zusammenbauen:

Wasserkühlung modifizieren:
Die völlig unebene und raue Platte des Wasserkühlkörpers mit 180er Nassschleifpapier auf einer Glasplatte abziehen, dann mit 400er und 800er Papier glätten und zum Schluss mit Zahnpasta polieren.

seidon 120v
(Hier habe ich schlicht meinen Frankenstein Arcade Table genommen)

Wasserkühlung seidon
(Schon etwas glatter)

fast glatt seidon
(Fast glatt)

Das Problem an der Wasserkühlung ist, dass die nicht dafür gebaut wurde, dass sich die Schläuche dauernd bewegen. Ich hatte Angst, dass die vorgefüllte und nicht (nicht so einfach) zerlegtbare Wasserkühlung an den Muffen undicht werden könnte. Ich habe noch schnell mit Zahnpasta poliert und es dann gut sein lassen. Besser als vorher ist es Allemale.

Board bestücken:
CPU, RAM, Kühlkörper (Wärmeleitpaste!), Anpressplatte auf Unterseite mit silbernen Schrauben ohne Schraubenkopf und den Schutzkappen befestigen. Von oben verschrauben.
Große Slotblende in das Gehäuse stecken
Mainboard einlegen, ausrichten und festschrauben
Radiator an der Front befestigen (woanders ist kein Platz)
Frontanschlüsse auf das Mainboard stecken.
Die Lüfter und die Pumpe auf Board anschliessen
SATA-Kabel einstecken und durch die Durchbrüche führen
Netzteil einbauen und verkabeln
Platte(n) in die Rahmen setzen, Kabel verbinden, einrasten lassen. Hinten 3,5“, seitlich 2,5“
Kabel mit Kabelbindern fixieren, so dass keine Lüfter blockiert werden und alles ordentlich aussieht und der Luftstrom nicht behindert wird.

corsair 240 von unten
(das Gehäsue von unten)

Netzteil, darunter der 3,5"-Käfig mit den Datengräbern, daneben der 2,5"-Käfig für die SSD,

cosair 240 von oben
(Corsair Air 240 von oben)

Hier das Gehäuse von oben mit dem Mainboard. Mittlerweile habe ich die Grafikkarte in den zweiten PCI-e-Slot gesteckt, den ganz aussen. So wird kühle Luft durch die Seitenverkleidung angesaugt und direkt nach hinten durch das Slotblech abtransportiert. Dazu musste ich aber das Slotblech oben etwas mit der Blechschere bearbeiten.

Das Netzteil saugt die Luft von unten ein und bläst sie nach hinten raus. GraKa und PSU bringen also kaum Wärme in das System ein.

Auch den Radiator habe ich etwas modifiziert. der mitgelieferte Lüfter war mir zu laut. Ich habe also noch einige von den Corsair-Lüftern gekauft, die beim Gehäuse dabei waren.

A1225L 12-S2
(Corsair A1225L 12-S2)

Ich habe einen Lüfter vor und einen hinten den Radiator gebaut. So habe ich bei gleicher Geräuschkulisse eine bessere Wärmeabfuhr.
Ja, nun werdet Ihr zurecht sagen: "Aber lüfter in Push-Pull-Anordnung müssen doch gegenläufig drehen!"
Richtig.
Der Radiator richtet aber den Luftstrom aus, so dass keine Drehung des Luftstromes entsteht. Der zweite Lüfter muss also nicht gegenläufig drehen, um seine Leistung entfalten zu können.

Ihr habt richtig gezählt. Im Gehäuse sind mehr Lüfter als Boardanschlüsse. Da die Lüfter aber alle genügsam sind, aber ich sie in Gruppen zu je drei Stück mit einem 1zu3-Adapter an das Board angeschlossen.

sysfans z97m
(Anschlüsse Sysfans)

frontanschlüsse z97
(Frontanschlüsse)

Das Gehäuse hat keinen Lautsprecher, also bleibt der Anschluss frei.

sysfan2 z97m
(SysFan 2)

SysFan2 sind bei mir die Lüfter im Unterteil des Gehäuses.

usb3.0
(USB 3.0)

Der Front-USB-Anschluss ist einfach einzustecken. Kein Vergleich zu früher, als man noch kleine Steckerchen sortieren musste.

audio
(Front-Audio)

carsair air 240 vorne
(Gehäuse von vorne, linke Seite ist der Boden))

Der Radiator der Coolermaster Seidon 120 passt absolut perfekt in das Gehäuse.

von hinten air corsair
(von hinten, rechte Seite ist der Boden)

Ja, das Slotblech sitzt schief. Jetzt natürlich nicht mehr. Ich hasse das. :-)
Rechts ist unten. Dort befinden sich die 3,5" Festplatten. Hier noch 3TB und eine 250GB.
Richtig! Die 3TB war von Seagate. Seagate - oder seagate nicht, es war eine der berüchtigten 300DM001.

seite fans air 240
(Seite, unten ist oben)

Ja, die Lüfter sind "verdreht" eingebaut. Jetzt nicht mehr, keine Sorge. :-)
Die Lüfter habe ich durchweg mit Entkopplungsgummis befestigt. Sehr empfehlenswert.

seite
(andere Seite, unten ist oben)

innen
(innen)

Wie geschrieben: Der Radiator ist nun mit zwei Lüftern ausgetattet und geht fast bis zum Mainboard.

Um dem CPU-Kühler sitzen zugeschnittene Stücke einer Gehäusedämmung, die man als Set für Computergehäuse kaufen kann. Die Pumpe befindet sich in dem CPU-Kühler und sirrt vor sich hin. Mich stört das. Leider hat das rein gar nicht gebraucht und so habe ich diese Dämmung wieder entfernt.


innen
(Firewirekarte)

Die Grafikkarte sitzt mittlerweile ganz aussen am Gehäuse und bekommt so optimal Kühlluft..

unten
(Von unten mit Verkleidung)

luftfilter
(Mit Luftfilter)

Der Luftfilter hält magnetisch und ist auswaschbar.

frontverkleidung
(Frontverkleidung)

Die Frontverkleidung ist angebracht. Sie wird nur geclipst.

fertig corsair air 240
(Fertig aufgebaut)

Die Hardware ist soweit fertig!


Probelauf
z.B. mit einer Ubuntu-Live-DVD machen, damit man weiss, dass alles soweit funktioniert.
Ubuntu startet vom USB-Stick und läuft dann ganz normal. Die Hardware wird automatisch erkannt und das System läuft sofort sauber. Ist halt kein Windows, nicht wahr? :-D

Nicht weit entfernt vom Look & Feel des MacOS ist ElementaryOS:
http://sourceforge.net/projects/elementaryos/files/stable/elementaryos-freya-amd64.20150411.iso/download

Werbung



Ozmosis-BIOS:
Ozmosis-BIOS ist eine Firmware mit Systemdefinitionen und einem Bootloader, speziell angepasst für das jeweilige Mainboard. Sie gauckelt OSX quasi einen Mac vor, so dass OS X sich ganz normal installieren und starten lässt. Funktionalitäten wie das Auslesen der Hardware-Sensoren sind dort ebenfalls integriert.

Warum flashen?
http://hackintosh-forum.de/index.php?pag…#profileContent

Wie flashen?
http://hackintosh-forum.de/index.php?pag…6422#post106422

Wie bedienen?
http://hackintosh-forum.de/index.php?page=Thread&threadID=18260

Ein ROM Eurer Wahl, vorzugsweise das aktuellste, auf beliebigen FAT32-Stick kopieren:
http://hackintosh-forum.de/index.php?pag…&threadID=17260

ACHTUNG! Ozmosis und das BIOS im Rechner müssen unbedingt den gleichen Versionsstand haben ("F8" zum Beispiel)! Ist dies nicht der Fall, vorher das passende originale BIOS laden und flashen!
Ihr lauft sonst Gefahr das Mainboard unbrauchbar zu machen! Vorher also unbedingt prüfen!
Das gilt erst recht für den Einsatz einer CPU der fünften Generation! ein i3/5/7 der Serie 5XXX benötigt unbedingt zuerst ein originales BIOS vom Boardhersteller, bevor Ihr Ozmosis flasht.


Ozmosis flashen:

Rechner einschalten und die F2-Taste drücken um in das BIOS (UEFI) zu gelangen.
F8 drücken um Qflash aufzurufen
Update from Drive --> Stick mit dem ROM auswählen
Anweisungen folgen

Nach dem Reboot F2 drücken
F7 drücken um die Werkseinstellungen zurückzusetzen

Folgende Änderungen im BIOS vornehmen:

M.i.t.
M.I.T. --> Advanced Memory Settings --> Extreme Memory Profile: Profile 1
Warum? Damit werden die Setting aus dem ROM des Speicherriegels gelesen. Wichtig gerade für den Sleep-Modus!

fans
Fan Speed einstellen. Die Pumpe auf der CPU kann man nicht drosseln, also auf "Normal" stehen lassen.
Alle anderen Lüfter auf "Siltent" stellen.

features
BIOS Features --> Intel Virtualization Technology: Disable
Windows 8 Features: Other OS

handsoff
XHCI-Mode: "Auto" (nicht "Smart-Auto"!)
XHCI und EHCI Handsoff: Enabled
ggf. Peripherals --> Intel Prozessor Graphics: Disabled (falls eine PCI-e-Grafikkarte im System steckt und man die IPG nicht benötigt)

legacy
Peripherals --> Super I/O: alles ausschalten


F10: Save & Exit




Installation OSX

Boot-Stick erstellen

Auf einem Mac oder Hackintosh den El Capitan-Installer aus dem AppStore laden, nicht installieren!
Mit DiskmakerX einen USB-Boot-Stick (min. 8GB) davon erstellen lassen:
http://liondiskmaker.com
Das Ding ist absolut selbsterklärend.


OSX installieren:

Vom Stick booten, ggf. mit F12-Taste während des Startvorganges, und El Capitan normal installieren.
Partition anlegen:
Dienstprogramme --> Festplattendienstprogramm:
Platte auswählen, Partitionieren anklicken
Eine Partition mit einer Größe von 40 bis 100 GB erstellen.
Diese "El Capitan" nennen.

OSX auf "El Capitan" installieren.
Damit wird auch der ganze EFI-Kram installiert.

User anlegen.
Keine Netzwerkverbindung wählen.
Zeitzone später einstellen, wird aktuell nicht vom Installer übernommen


Nach der ersten Anmeldung:

TRIM für die SSD im Terminal aktivieren:

sudo trimforce enable


SIP umgehen:

Beim folgenden Neustart wieder in das Bootmenue mit F12
"Recovery HD 10.11.3" auswählen
Menuepunt Dienstprogramme --> Terminal

csrutil disable
reboot


Warum das?
Sound und Netzwerk werden nicht OOTB funktionieren. Ebenso werden einige USB 3.0 Ports an der Rechnerrückseite nicht funktionieren.
Die Kexte findet Ihr im Paket, welches Ihr am Anfang geladen habt.

Aber SIP (System Integrity Protection) verhindert Änderungen am System. Unsere Kernextensions "Kexte" (quasi Treiber) sind nicht signiert und werden vom System als unsicher eingestuft.
Wir müssen SIP also erst deaktivieren. Das geht nicht unter OSX selber, sondern nur in der Recovery.

Nach dem dies passiert ist, bootet OSX wieder (ist aber ungeschützt, also nichts aus dubiosen Quellen in der Zeit installieren!).


Kexte installieren:

kext util

Mit  dem Kext Utility jetzt diese Kexte installieren. Das Tool macht das alles automagisch für uns. Sehr praktisch!

Reboot


NTFS-Schreibzugriff

Optional, wenn wir schon SIP deaktiviert haben, ist es eine gute Gelegenheit, das Schreiben auf NTFS-Laufwerke zu ermöglichen. OSX kann NTFS von Hause aus nur lesen. Zwar kann man die Fähigkeit des Schreibzugriffs auch im Terminal aktivieren, aber das ist von Apple aus gutem Grund nicht für den User freigegeben. Wir installieren am besten OSX-Fuse nach dieser Anleitung. Das ist zudem kostenlos.

Edit:
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Fuse bei mir zu Instabilitäten führte.
Ich bekam Systemfreezes beim Kopieren eines TM-Sparesbundles vom NAS auf eine externe USB-HDD mit HFS+, auch wenn keine NTFS-Partition beteiligt war.
Der Freeze tritt immer dann auf, wenn Last auf USB und LAN ist und ich noch weiter arbeite. In meinem Fall Bildoptimierung mit DXO Optics Pro. Das System kopiert noch eine Weile weiter und geht dann in den Reboot. Derweil halt der drehende Ball und die GUI ist unbenutzbar.
Das Problem tritt auf, wenn man irgendwas anklickt und ein Plattenzugriff ausgelöst wird.

Edit 2:  So, nach einigen weiteren Tests, behaupte ich wieder etwas anderes: Es liegt an einem nicht optimal angepassten Ozmosis-BIOS. Deswegen (unter anderem) folgender Abschnitt:


Bitte schlafe!

Wir laden nun noch eine passende DSDT. Dadurch bekommt unser Rechner keine Probleme mit dem Sleep (Reboot nach Sleep) und auch die o.a. Probleme mit den instabilen Copy-Jobs werden dadurch gelöst.
Leider, leider, leider hat Apple aber das aktuelle Festplattendienstprogramm (FDP, vers. 15.0) dermassen beschnitten, dass es nicht mehr kann, als vergleichbare GUI-Tools unter Windows. Sehr ärgerlich. Aber dann benutzen wir eben das alte FDP. Unter den am Anfang geladenen Dateien findet Ihr das alte FDP (Version 13) und die DSDT (Systemdefinition für ACPI, Energiesparen).

Das FDP kopiert Ihr in den Ordner "Programme" und führt im Terminal folgende Befehle aus:

sudo chown -R 0:0 /Applications/Disk\ Utility.app

defaults write com.apple.DiskUtility DUDebugMenuEnabled 1

Das alte FDP kann nun gestartet werden, die Rechte wurden dafür angepasst und das Debug-Menue freigeschaltet. Nun startet Ihr das FDP und stellt unter "Debug" "Jede Partition einblenden" ein.
Es erscheint u.a. die Partition "EFI", welche Ihr aktiviert (rechte Maustaste "EFI aktivieren").

FDP debug EFI

Im Finder hangelt Ihr Euch zu

-- >EFI --> Efi --> Oz --> Acpi --> Load

Dort legt Ihr die angepasste DSDT.aml aus dem oben geladenen Paket ab. Die bereits vorhandene am besten umbenennen.

Reboot und in den Systemeinstellungen unter Ton "interne Lautsprecher" auswählen. Dann läuft der Sound über die grüne Buchse.

Fertig! :-)

Jedenfalls soweit. Die kommenden System-Updates könnten Euch aber das System wieder teilweise unbrauchbar machen. Deswegen folgender Abschnitt:

Werbung



Die Kür:

Bei einem System-Update werden Euch wieder Netwerk, Sound und einige USB-Ports deaktiviert werden.
Wir erinnern uns: unsere Kexte sind nicht signiert!

Wir benötigen das SIP-Utility, damit wir nicht jedesmal in die Recovery HD booten müssen, um SIP zu deaktivieren, wenn ein Update uns die Kexte deaktiviert.
Können wir das SIPUtility überhaupt benutzen?

Im Terminal folgenden Befehl eintippen:

sudo nvram 4D1FDA02-38C7-4A6A-9CC6-4BCCA8B30102:test=OK
reboot

Nach dem Neustart:

nvram 4D1FDA02-38C7-4A6A-9CC6-4BCCA8B30102:test

Ausgabe sollte sein:

4D1FDA02-38C7-4A6A-9CC6-4BCCA8B30102:test OK

Stimmt die Ausgabe?
Dann ist alles okay und der NVRAM ist beschreibbar.

Im SIP-Utility können wir die Berechtigungen über eine graphische Oberfläche einstellen. Das ist schon ganz nett. Wir können dort auch einzeln einstellen, dass z.B. nur die Kexte nicht geschützt werden sollen. Aber bitte nicht dazu verleiten lassen, diesen Schutz nicht wieder einzuschalten!

kexte erlaubt
(Standardeinstellung)

sip kexte
(Fremd-Kexte erlaubt)

Oberste Feld auswählen, "Set" klicken und neu starten.

Startet das SIPUtility nicht?
Systemeinstellungen --> Sicherheit
Dort kann man es jetzt einmalig zum Starten erlauben. Oder man setzt die Sicherheitseinstellungen auf "Keine Einschränkungen". Das ist aber nicht unbedingt empfehlenswert.


Kexte über Ozmosis laden

Wir haben mit dem Kext Ultility die Kexte geladen und uns überzeugt, dass sie auch funktionieren. Da, wie angesprochen, bei einem Systemupdate diese Kexte wieder deaktiviert würden, kopieren wir diese Kexte in folgenden Ordner:
--> EFI --> Efi --> Oz --> Darwin --> Extensions --> Common

Von dort werden sie nun bei jedem Systemstart durch das Ozmosis-BIOS automatisch geladen.


PRAM-Reset

Nach dem Neustart müsst Ihr aber noch während des Startes mit der Taste alt () in die Ozmosis-Bootsequenz und die folgende Tastenkombination drücken:

alt + cmd + P + R

Andere Tastatur an Eurem Rechner?
Befehlstaste (cmd, ⌘, oder die Taste mit dem Windowslogo) + Wahltaste (alt, , "Badewannentaste") + P + R

Dadurch wird das PRAM resetet und beim folgenden Neustart lädt das Ozmosis-BIOS alles neu ein.


Fixe für Hardware:

HD4600 Multimonitorbetrieb:
Im Terminal eingeben:
sudo nvram 1F8E0C02-58A9-4E34-AE22-2B63745FA101:AAPL,ig-platform-id=220332035

NVidia Webdriver lässt sich nicht updaten
Bei Problemen mit dem Webdriver kann es sein, dass NVidia noch nicht auf den aktuellen Patch reagiert hat. Solange sich nicht die macOS-Versionsnummer (bspw. 10.11.6) geändert hat, sondern nur der Build (bspw. 15G1217), so würde ich einen Versuch mit dem NVidia Webdriver Updater wagen.

webdriver falsche version

Der Webdriver sagt: Build 15G1217 kennt er nicht.

webdriver updater

"15G1217" als "Fake OS build version" eintragen und auf patchen klicken.


Windows und Ubuntu installieren:

Windows:
Zuerst installieren wir Windows. Im Installer erstellen wir im freien Bereich des SSD eine Partition von 40 bis 100 GB für unser Windows. Je nach eigenen Vorlieben und der Größe der SSD.
Der Rest mit den Windows-Recovery- und dem Windows-Bootmanager-Partitionen macht der Installer automatisch.

Ubuntu:
Jetzt installieren wir Ubuntu oder Elementary. Im Installer die Partitionierung nicht automatisch erledigen lassen. Selber machen!
Root "/" bekommt 20 GB, das reicht. Ext3-Dateisystem
Swap bekommt 16GB, bzw. die Größe des RAMs des Rechners. Swap-Datesystem
Home bekommt soviel, wie Ihr benötigt. NTFS-Dateisystem (dann können da alle OS drauf zugreifen)


Kein Bootloader?
Nein.
Alle OS bringen ihren eigenen Bootloader mit.
Bei Start treffen wir einfach unsere Auswahl über F12, der Bootauswahl.
Diese könnten wir auch im BIOS noch anpassen und in der Reihenfolge ändern.



Danksagung:
Danke an das deutsche Hackintosh-Forum und seine User, welches sich in letzer Zeit zu einem wirklich freundlichen und hilfsbereiten Forum gemausert hat. Die meisten Verlikungen in dieser Anleitung verweisen dort hin.

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Werbung